Pin Guide

Der ultimative Pin Guide

Welches Format passt zu deinem Thema?

Du öffnest Canva. Klickst auf „Neues Design“. Siehst die Vorlage für Pinterest-Pins. Und dann sitzt du da und denkst: War das jetzt ein normaler Pin? Soll ich lieber ein Video machen? Was ist das eigentlich mit Carousel? Und warum gibt es gefühlt fünfzehn verschiedene Möglichkeiten, wenn ich doch einfach nur anfangen will?

Ich kenne dieses Gefühl. Es ist der Moment, in dem aus „Ich pin heute mal was“ eine 45-minütige Recherche-Spirale wird, die mit einem leeren Dokument endet und dem festen Vorsatz, morgen noch mal neu anzufangen.

Also machen wir das heute anders. Kein Überblick über zwölf Formate, die Pinterest irgendwann mal hatte. Kein Technik-Wirrwarr. Nur das, was 2026 tatsächlich zählt: drei Formate, klare Einsatzbereiche, konkrete Empfehlungen je nach Nische. Und eine Regel, die über alles geht.


Was Pinterest 2026 tatsächlich anbietet

Pinterest hat in den letzten Jahren aufgeräumt, und das ist eine gute Nachricht für alle, die neu starten. Eine der größten Verwirrungsquellen der letzten Zeit waren die sogenannten Idea Pins: ein eigenes Format mit eigenen Regeln, eigenem Verhalten im Algorithmus und eigener Lernkurve. Die gibt es als eigenständiges Uploadformat nicht mehr. Pinterest hat sie in das allgemeine Pin-Format integriert.

Was übrig bleibt, ist übersichtlich. Du arbeitest mit drei Formaten:

Der Static Pin ist das klassische Bild-Format. Ein Bild, ein Titel, eine Beschreibung, ein Link. Das ist das Format, mit dem Pinterest groß geworden ist, und es ist bis heute das meistgenutzte.

Der Video Pin ist ein kurzes Video, das sich im Feed automatisch abspielt. Er braucht etwas mehr Vorbereitung, kann aber für bestimmte Inhalte mehr Aufmerksamkeit generieren als ein statisches Bild.

Der Carousel Pin besteht aus bis zu fünf Bildern, durch die man swipen kann. Er wird am seltensten genutzt, dabei ist er für bestimmte Themen die stärkste Option.

Das war es. Drei Formate. Alles andere, was du vielleicht noch irgendwo gelesen hast, ist entweder veraltet oder bezieht sich auf bezahlte Werbeanzeigen, nicht auf organischen Content.


Der Static Pin: dein Arbeitstier

Wenn du heute anfängst und nicht weißt, wo du starten sollst, dann hier: Der Static Pin ist das Format, das 90 Prozent deiner Arbeit trägt. Er ist einfach zu erstellen, funktioniert auf jedem Gerät, läuft im Algorithmus zuverlässig und hat eine Eigenschaft, die kein anderes Format auf Pinterest bietet: Er altert nicht.

Der Pin, den ich vor über zwei Jahren erstellt habe und der mir noch heute Traffic bringt? Kein Video. Kein Carousel. Ein statisches Bild mit einem starken Titel und einem Link zu einem Blogartikel. Das ist kein Einzelfall, das ist das System.

Die technischen Eckdaten

Die optimale Größe für einen Static Pin ist 1.000 mal 1.500 Pixel, also ein Verhältnis von 2:3. Hochformat. Immer. Querformat funktioniert auf Pinterest nicht, weil die gesamte Plattform auf vertikales Scrollen ausgelegt ist. Ein Querpin wird im Feed entweder stark verkleinert oder abgeschnitten, was bedeutet, dass dein Titel, dein Call-to-Action oder das Wichtigste auf dem Bild unter Umständen gar nicht sichtbar ist.

Dateigröße: Unter 20 MB, besser unter 5 MB. Canva optimiert das automatisch, wenn du direkt aus Canva auf Pinterest exportierst oder die Datei als PNG oder JPG herunterlädst.

Wann du den Static Pin einsetzt

Für Blogartikel ist der Static Pin das Standardformat. Du erstellst ein Bild, das den Inhalt des Artikels klar kommuniziert, verlinkst direkt auf den Artikel und lässt Pinterest den Rest erledigen. Je besser der Titel auf dem Pin den Schmerz oder die Lösung trifft, desto mehr Klicks.

Für digitale Produkte wie E-Books, Vorlagen oder Mini-Kurse funktioniert der Static Pin genauso gut. Das Bild zeigt das Produkt, der Titel nennt den konkreten Nutzen, der Link führt direkt zur Verkaufsseite oder zur Landing Page.

Für kostenlose Downloads wie meine 160 Nischen-Ideen, ist der Static Pin ebenfalls erste Wahl. Menschen suchen aktiv nach kostenlosen Ressourcen, und ein Pin, der klar macht, was es gibt und dass es kostenlos ist, zieht Klicks zuverlässig an.

Und für Evergreen-Content generell: Alles, was zeitlos ist und nicht in drei Monaten veraltet, gehört als Static Pin auf Pinterest. Rezepte, Spartipps, Schlafratgeber für Babys, Einrichtungsideen: Das sind Inhalte, die Pinterest-Nutzerinnen heute suchen, morgen suchen und in zwei Jahren noch suchen werden.

Beispiel Pin 1
Beispiel Static PIN

Beispiel Static Pin
Beispiel Static PIN


Der Video Pin: wann er sich lohnt
(und wann nicht)

Pinterest spielt Video-Pins zunehmend aktiver aus. Das stimmt. Und es klingt nach einem guten Argument, sofort anzufangen, Videos zu erstellen.

Aber ich will ehrlich mit dir sein, weil das niemand sagt: Für eine Anfängerin ist der Video Pin nicht der erste Schritt. Er erfordert mehr Planung, mehr Zeit in der Erstellung und einen anderen Workflow als ein Static Pin. Wenn du gleichzeitig noch lernst, wie Pinterest grundsätzlich funktioniert, wie du Boards aufbaust, wie du Beschreibungen schreibst und wie du überhaupt Traffic bekommst, dann ist der Video Pin eine Baustelle zu viel.

Fang mit Static Pins an. Wenn die laufen, kommt der Video Pin.

Wann er trotzdem Sinn macht

Es gibt Inhalte, die mit einem Video einfach besser funktionieren als mit einem Bild. Tutorials sind das klassische Beispiel: Wenn du zeigst, wie etwas geht, ist die bewegte Variante oft überzeugender als ein Standbild mit Text. Vorher-Nachher-Effekte, kurze Anleitungen, Prozessvideos für kreative Projekte: Das sind Formate, bei denen ein kurzes Video den Klick auslöst, den ein statisches Bild vielleicht nicht schafft.

Die optimale Länge liegt bei 6 bis 15 Sekunden. Das klingt kurz, und das ist es auch absichtlich. Pinterest-Nutzerinnen scrollen aktiv, sie suchen Inspiration und Lösungen, sie wollen nicht erst ein 90-Sekunden-Video anschauen, bevor sie wissen, ob der Inhalt für sie relevant ist.

Faceless geht auch als Video

Kein Gesicht nötig, das gilt auch für Video Pins. Ein Screenrecording, das zeigt, wie du eine Canva-Vorlage ausfüllst. Eine Text-Animation, die Schritt für Schritt eine Anleitung aufbaut. Ein kurzes Slideshow-Video, das Canva automatisch generiert. All das funktioniert als Video Pin, ohne dass du jemals in eine Kamera schauen musst.

Die technischen Daten: 1.000 mal 1.500 Pixel oder 1.080 mal 1.920 Pixel für Vollbildformat. Dateiformat MP4 oder MOV. Maximale Dateigröße 2 GB, aber halte es realistisch unter 50 MB für schnelle Ladezeiten.


Der Carousel Pin:
unterschätzt und zu selten genutzt

Der Carousel Pin ist das Format, das die meisten Anfängerinnen übersehen, weil es auf den ersten Blick mehr Arbeit macht: Du erstellst nicht ein Bild, sondern bis zu fünf. Aber genau das ist der Vorteil.

Pinterest wertet Swipe-Verhalten als Engagement. Wenn jemand durch deine Carousel-Bilder wischt, signalisiert das der Plattform: Dieser Inhalt hält die Aufmerksamkeit. Das wird beim Ausspielen berücksichtigt. Ein Carousel Pin, der gut funktioniert, kann eine höhere organische Reichweite bekommen als ein Static Pin mit vergleichbarem Titel, weil er mehr Interaktion erzeugt.

Wann der Carousel Pin die bessere Wahl ist

Immer dann, wenn dein Inhalt eine Reihenfolge hat oder aus mehreren Teilen besteht. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, bei der jeder Schritt ein eigenes Bild bekommt: Carousel. Eine Liste mit fünf Tipps, bei der jeder Tipp visuell aufbereitet wird: Carousel. Mehrere Varianten eines Produkts oder einer Vorlage, die du zeigen möchtest: Carousel.

Das Format funktioniert auch dann gut, wenn du die Neugier nutzen willst: Bild eins zeigt das Problem oder die Frage, Bild zwei bis vier liefern Kontext und Inhalt, Bild fünf enthält den Call-to-Action. Das ist ein klassischer Aufbau, der Nutzerinnen durch den Pin führt, anstatt alles auf einem Bild zu verdichten.

Technisch gilt dasselbe wie beim Static Pin: Jedes Bild 1.000 mal 1.500 Pixel, 2:3 Hochformat, JPG oder PNG, unter 20 MB pro Bild. Alle Bilder im Carousel sollten visuell zusammenpassen, also gleiche Farben, gleiche Schriftart, gleiches Layout. Das wirkt professioneller und macht den Swipe-Effekt zu einem kohärenten Erlebnis.


Welches Format passt zu deiner Nische?

Theorie ist gut, konkrete Zuordnung ist besser. Zwei Nischen, die viele meiner Leserinnen kennen oder selbst besetzen.

Ernährung: gesunde Rezepte, Meal Prep, Budget-Kochen

Der Static Pin ist das Hauptformat in der Ernährungsnische, weil ein ansprechendes Rezeptbild mit einem starken Titel auf Pinterest unglaublich gut funktioniert. „Meal Prep für die Woche: 5 Gerichte, 1 Stunde“ oder „Gesundes Abendessen in 20 Minuten“ sind Titel, die exakt das treffen, wonach Mamas zwischen Feierabend und Abendbrot suchen.

Der Video Pin eignet sich gut für kurze Rezept-Demos: 10 Sekunden zeigen, wie ein Gericht zusammengebaut wird, reicht aus, um Neugier zu wecken und einen Klick auf den Blogartikel mit dem vollständigen Rezept zu erzeugen. Kein aufwändiges Kochvideo, keine Studiobeleuchtung: Eine Handykamera, ein aufgeräumter Ausschnitt der Küchenarbeitsplatte und ein gutes Licht reichen.

Der Carousel Pin funktioniert hervorragend für Listen. „5 Meal Prep Ideen für die Woche“ als Carousel, ein Gericht pro Bild, das letzte Bild mit dem Link zum vollständigen Artikel oder zum Wochenplan-Download: Das ist ein Format, das hält und Swipes erzeugt. Wer auf Bild drei geswipt hat, will auch Bild vier und fünf sehen.

Schlafcoach für Babys: Einschlafroutinen, Schlaftipps, Schreiphasen

In dieser Nische ist der Static Pin das absolute Arbeitspferd. Die Suchanfragen sind sehr konkret: „Baby schläft nicht durch“, „Einschlafritual 6 Monate“, „Was tun bei Schreiphasen“. Mütter, die um 2 Uhr nachts am Handy durch Pinterest scrollen, suchen keine Videos. Sie suchen schnelle, klare Antworten, und ein Static Pin mit einem starken Titel wie „Baby schläft nicht: Diese 3 Dinge änderst du heute Nacht“ trifft genau diesen Moment.

Der Carousel Pin ist in dieser Nische besonders stark für Routinen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Eine Abendroutine für Babys ab 4 Monaten, bei der jeder Schritt ein eigenes Bild bekommt: Das ist ein Format, das Mütter speichern, weil sie es praktisch wiederverwenden wollen. Gespeicherte Pins sind auf Pinterest Gold, weil Pinterest sie als starkes positives Signal wertet.

Videos würde ich in dieser Nische sehr zurückhaltend einsetzen. Der Bedarf ist primär informativ, nicht demonstrativ. Eine Mutter in der Schreiphase braucht Klarheit, keine Animation. Wenn überhaupt, dann ein kurzes Text-Animations-Video, das die fünf wichtigsten Punkte visuell aufbaut, kein gesprochenes Video, kein Gesicht.


Die eine Regel, die über alles geht

Du kannst jetzt mit drei Formaten arbeiten, ihre Stärken kennst du, die Einsatzbereiche kennst du. Und trotzdem gibt es eine Wahrheit, die ich dir nicht vorenthalten will, weil sie mir selbst viel Zeit gespart hätte, wenn ich sie früher gehört hätte.

Format ist zweitrangig, solange dein Static Pin noch nicht sitzt.

Ein schwacher Static Pin wird kein starker Carousel und kein starkes Video. Die Grundlage ist immer dieselbe: Ein Titel, der den Schmerz oder die Lösung auf den Punkt bringt. Ein Design, das im Feed sofort lesbar ist. Ein Link, der hält, was der Pin verspricht. Wenn diese drei Dinge nicht stimmen, hilft kein Format der Welt.

Das bedeutet für dich konkret: Fang mit Static Pins an. Erstelle zehn, zwanzig, dreißig davon. Lern, was bei deiner Zielgruppe zieht und was nicht. Pinterest Analytics zeigt dir nach ein paar Wochen besser 3 bis Monate, welche Pins Klicks bringen und welche nicht. Erst wenn du das Muster erkennst, fängst du an zu experimentieren: ein Carousel zu einem Thema, das bei Static gut funktioniert. Ein kurzes Video zu einem Artikel, der Traffic zieht.

Du baust ein System, keine Einzelaktionen. Und das System trägt dich, wenn du irgendwann nicht mehr jeden Tag daran arbeiten musst.

 

Bis bald auf Pinterest.

Nadine

P.S. Der älteste Pin auf meinem Account, der noch heute Traffic bringt, ist ein Static Pin. Kein Video, kein Carousel. Ein Bild, ein Titel, ein Link. Das sagt alles.

P.P.S Wenn du gerne tiefer einsteigen möchtest, habe ich mein neustes Goodie für dich 

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  • 🎨 Tag 4 – Deinen ersten Pin erstellen
  • ✍️ Tag 5 – Pin-Beschreibungen, die Traffic bringen
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