Wenn du an Pinterest denkst, kommen dir wahrscheinlich Bilder von Wohnzimmereinrichtungen, Smoothie-Rezepten und Hochzeitsinspirationen in den Sinn. 😂

Genau das dachte ich am Anfang auch. Und dann habe ich angefangen zu verstehen, wie diese Plattform wirklich funktioniert, und plötzlich war Pinterest nicht mehr das Netz voller hübscher Bilder und Wohndekoideen. Es ist mein stilles, geduldiges Verkaufssystem, das läuft, während ich die Küche putze, die Kinder ins Bett bringe oder einfach auf dem Sofa sitze und mal nichts tue.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Pinterest als Einkommensquelle nutzen kannst, auch ohne eigenes Produkt, ohne Tausende Follower und ohne tagtägliche Präsenz. Mit Affiliate Marketing und einem eigenen Blog als Grundlage.


Das ist der erste Gedankensprung, den du machen musst, wenn du Pinterest als Einkommensquelle ernst nehmen willst.

Auf Instagram und TikTok scrollen Menschen ziellos durch einen Strom aus Inhalten, die jemand anderes für sie ausgesucht hat. Auf Pinterest tippen sie selbst etwas in die Suchleiste. Sie suchen aktiv nach Ideen, nach Lösungen, nach Empfehlungen.

Was das für dich bedeutet: Deine Inhalte landen bei Menschen, die genau in diesem Moment nach dem suchen, was du anbietest. Kein Algoritmus-Betteln, kein Reichweiten-Zittern, kein Story-Marathon.

Und das Schönste daran: Ein guter Pin kann dir Monate, sogar Jahre später noch Klicks bringen. Ich habe Pins, die über zwei Jahre alt sind und mir heute noch Traffic bzw. Leser liefern. So bist du wahrscheinlich auch hier gelandet. Auf Instagram wäre derselbe Inhalt nach 24 Stunden für immer verschwunden.


Du empfiehlst Produkte oder Dienstleistungen, die du selbst kennst, genutzt hast oder überzeugend findest. Dafür bekommst du einen persönlichen Link von einem Anbieter. Wenn jemand über deinen Link kauft, geht ein Teil des Kaufpreises als Provision an dich.

Du brauchst dafür kein eigenes Produkt. Keinen Kundenservice. Kein Lager, keine Retouren, keine Rechnungen schreiben. Du verbindest einfach Menschen mit Dingen, die sie sowieso kaufen wollen, und verdienst daran mit. Fast so, als ob du deiner Freundin den Lippenstift aus der Drogerie empfiehlst, nur das die Drogerie dich dafür nicht bezahlt, dass du ihr einen Kunden gebracht hast.

Warum du einen Blog brauchst (und was das mit Pinterest zu tun hat)

Pinterest und Affiliate-Links funktionieren dann am besten, wenn zwischen Pin und Link noch etwas steht: ein Blogartikel. Und zwar aus einem einfachen Grund. Pinterest-Nutzerinnen klicken auf Pins, weil sie mehr wissen wollen. Ein Artikel, der ihre Frage beantwortet oder ihr Problem löst, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist das, was aus einem Klick einen Kauf macht.

Das Prinzip in der Praxis:

  • Du schreibst einen Blogartikel zu einem Thema, das dich wirklich interessiert.
  • Du baust passende Affiliate-Links ein, zu Produkten, die du selbst nutzt oder empfehlen kannst.
  • Du erstellst Pins, die auf diesen Artikel verweisen.
  • Pinterest-Nutzerinnen finden deine Pins über die Suche, lesen deinen Artikel und kaufen über deine Links.

Und dann läuft dieses System. Während du schreibst, lebst, schläfst. Ohne dass du jeden Tag etwas dafür tun musst.


Auf meinem Eltern- und Familienblog habe ich einen Artikel über kinderfreundliche Gärten geschrieben: welche Spielgeräte für den Sommer wirklich taugen und wie man einen Garten gestaltet, in dem Kinder sich stundenlang austoben. Im Artikel habe ich eine professionelle Bauanleitung für ein Kinderspielhaus zum Selberbauen verlinkt, über ein Affiliate-Programm. Der Artikel hängt an mehreren Pins, die auf Pinterest unter Keywords wie „Kinderspielhaus bauen“ oder „kinderfreundlicher Garten Ideen“ auftauchen.

Leute suchen genau das, weil sie für ihre Kinder etwas bauen wollen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Sie finden meinen Pin, lesen den Artikel, und ein Teil kauft die Bauanleitung.

Ich habe diesen Artikel einmal geschrieben und diese Pins einmal erstellt. Die Arbeit dahinter zahlt sich seitdem immer wieder aus, genau dann, wenn Eltern auf Pinterest nach Gartenideen suchen, also das ganze Jahr über, aber besonders im Frühjahr, wenn der erste warme Tag kommt und plötzlich alle einen Garten haben wollen, der sich wirklich gut anfühlt.

Das klingt fast zu gut. Ich weiß. Und trotzdem ist es genau das, was passiert, wenn man Pinterest als Suchmaschine versteht und entsprechend bespielt.

Welche Produkte kannst du empfehlen?

Alles, was zu deiner Nische passt und über ein Partnerprogramm verfügt. Für einen Pinterest-fokussierten Blog wie diesen wären das zum Beispiel:

  • Digitale Kurse und Produkte über Plattformen wie Digistore24 oder ablefy
  • Amazon-Produkte, die thematisch passen, als einfacher Einstieg für DACH-Blogs

Die Faustregel dabei: Empfehle nur, was du selbst kennst oder wirklich überzeugend findest. Das klingt nach Marketing-Ratschlag, ist aber pure Pragmatik. Pinterest-Nutzerinnen sind keine leichtgläubige Zielgruppe. Sie kommen mit konkreten Fragen und merken schnell, ob jemand wirklich Ahnung hat oder nur Links streut.


Die Liste ist kürzer als du denkst.

  • Ein Thema, zu dem du etwas sagen kannst, nicht perfekt, nur einen Schritt weiter als deine Leserin
  • Einen Blog, auf den du verlinkst, WordPress mit einem günstigen Hosting-Anbieter reicht völlig aus
  • Einen Pinterest-Business-Account, kostenlos, in unter 20 Minuten eingerichtet
  • Affiliate-Links von Anbietern, die zur Nische passen
  • Pins, die gut aussehen und auf den Punkt bringen, was im Artikel steckt

Keine Kamera. Kein Mikrofon. Kein Gesicht. Kein Follower-Minimum, das du erst erreichen musst.

Pinterest schaut nicht auf Follower. Pinterest schaut auf Keywords, auf Pin-Qualität, auf Konsistenz. Ein guter Pin, der zur richtigen Suchanfrage erscheint, bringt mehr als tausend Follower, die sowieso nie kaufen.

Lust tiefer einzusteigen?

Pinterest hat eine sehr klare Nutzerdemografie: überwiegend Frauen, viele mit konkreten Planungsabsichten. Sie suchen nach Reisezielen, nach Rezepten, nach Produkten für ihr Zuhause, nach Antworten auf Finanzfragen, nach Ideen für den Alltag mit Kindern.

Nischen, die gut performen:

  • Reisen und Destinationsguides
  • Rezepte und Ernährung
  • DIY und Home Décor
  • Finanzen und Sparen
  • Familie und Erziehung
  • Blog-Aufbau und passives Einkommen
  • Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfürsorge

Du musst keine Expertin sein, um in einer dieser Nischen zu schreiben. Es reicht, wenn du ein Problem gelöst hast, das andere noch haben. Genau aus dieser Perspektive liest sich guter Content, nicht wie ein Lehrbuch, sondern wie ein Gespräch mit jemandem, der einen Schritt weiter ist.

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Pinterest braucht etwas Anlaufzeit. Die ersten drei bis sechs Monate sind Aufbauphase. Du pinnst, du schreibst, du optimierst, und die Kurve ist zunächst flach. Das ist kein Zeichen dafür, dass es nicht funktioniert. Es ist das normale Verhalten einer Suchmaschine, die dich erst einordnen muss.

Wer nach drei Wochen aufgibt, hat noch nichts gesehen. Wer konsequent weitermacht, baut sich ein System auf, das später für sich selbst arbeitet.

Ich sage das nicht als leere Motivation, sondern weil ich an dem Punkt war. Ich habe Wochen investiert und zunächst kaum etwas gesehen. Und dann, irgendwann, hat Pinterest verstanden, worum es auf meinem Account geht, und die Pins haben angefangen zu laufen und die ersten Einnahmen landeten auf meinem Konto.


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Bis bald auf Pinterest,

Nadine

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